5p38d.md (672B)
1 Das Wesen des Geistes besteht in der Erkenntnis (nach Lehrsatz 11, Teil 2). Je 2 mehr Dinge also der Geist nach der zweiten und dritten Erkenntnisgattung 3 erkennt, ein um so größerer Teil von ihm dauert fort (nach den Lehrsätzen 29 und 4 23 dieses Teils), und folglich bleibt (nach dem vorigen Lehrsatz) ein um so 5 größerer Teil von ihm von den Affekten unberührt, welche unserer Natur 6 entgegengesetzt sind, d.h. (nach Lehrsatz 30, Teil 4), welche Leiden sind. Je 7 mehr Dinge daher den Geist nach der zweiten und dritten Erkenntnisgattung 8 erkennt, ein um so größerer Teil von ihm bleibt unverletzt, und folglich leidet 9 er weniger von den Affekten usw. – W.z.b.w. 10 11