4p65d.md (456B)
1 Ein Gut, welches uns hindert, ein größeres Gut zu genießen, ist in Wahrheit ein 2 Übel. Denn schlecht und gut heißen die Dinge (wie im Vorwort dieses Teils 3 gezeigtwurde), sofern wir sie miteinander vergleichen, und das kleinere Übel ist 4 (aus demselben Grunde) in Wahrheit ein Gut. Daher werden wir (nach Zusatz zum 5 vorigen Lehrsatz) unter der Leitung der Vernunft nur das größere Gut und das 6 kleinere Übel verlangen oder wählen. – W.z.b.w. 7 8