4p51a.md (501B)
1 Wer nach der Leitung der Vernunft lebt, wünscht das Gute, das er für sich 2 begehrt, auch andern (nach Lehrsatz 37 dieses Teils). Wenn daher jemand einem 3 andern wohltun sieht, so wird dadurch sein eigenes Bestreben wohlzutun 4 gefördert, d.h. (nach Anmerkung zu Lehrsatz 11, Teil 3), er wird Lust empfinden, 5 und zwar (nach der Voraussetzung) verbunden mit der Idee dessen, der dem anderen 6 wohlgetan hat. Folglich ist er (nach den Definitionen der Affekte, Ziffer XIX) 7 ihm zugeneigt. – W.z.b.w. 8 9