4p34d.md (927B)
1 Der Mensch, z.B. Peter, kann die Ursache sein, daß Paul Unlust empfindet; sei 2 es, weil er mit einem Ding Ähnlichkeit hat, welches Paul haßt, oder weil Peter 3 allein einDing besitzt, welches Paul selbst auch liebt (s. Lehrsatz 32, Teil 3, 4 mit seiner Anmerkung), oder wegen anderer Ursachen (s. die bedeutendsten 5 derselben in der Anmerkung zu Lehrsatz 55, Teil 3). Es wird also deshalb 6 geschehen (nach den Definitionen der Affekte, Ziffer VII), daß Paul den Peter 7 haßt, und das kann leicht die weitere Folge haben, daß Peter den Paul wiederhaßt 8 und daß sie also (nach Lehrsatz 39, Teil 3) einander Böses zuzufügen streben, 9 d.h. (nach Lehrsatz 30 dieses Teils), daß sie einander entgegengesetzt sind. Der 10 Affekt der Unlust aber ist immer ein Leiden (nach Lehrsatz 59, Teil 3). Folglich 11 können die Menschen, sofern sie von Affekten bestürmt werden, welche Leiden 12 sind, einander entgegengesetzt sein. – W.z.b.w. 13 14