4p27d.md (633B)
1 Der Geist, sofern er vernunftgemäß denkt, verlangt nichts anderes als das 2 Erkennen und beurteilt nur das als für ihn nützlich, was zur Erkenntnis führt 3 (nach dem vorigen Lehrsatz). Der Geist aber hat (nach den Lehrsätzen 41 und 43, 4 Teil 2, s. auch dessen Anmerkung) nur Gewißheit über die Dinge, sofern er 5 adäquate Ideen hat oder (was nach Zusatz zu Lehrsatz 40, Teil 2, dasselbe ist) 6 sofern er vernunftgemäß denkt. Also wissen wir nur von dem gewiß, daß es gut 7 ist, was in Wahrheit zur Erkenntnis führt, und umgekehrt wissen wir nur von dem, 8 daß es schlecht ist, was uns an der Erkenntnis hindert. – W.z.b.w. 9 10