ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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4p26d.md (1309B)


 1 Das Bestreben, sich zu erhalten, ist nichts anderes als das Wesen des Dinges
 2 selbst (nach Lehrsatz 7, Teil 3), welches, sofern es als solches existiert,
 3 begriffen wird als die Kraft besitzend, in der Existenz zu beharren (nach
 4 Lehrsatz 6, Teil 3) und das zu tun, was aus seiner gegebenen Natur notwendig
 5 erfolgt (s. die Definition des Verlangens in der Anmerkung zu Lehrsatz 9, Teil
 6 3). Aber das Wesen der Vernunft ist nichts anderes als unser Geist, sofern er
 7 klar und deutlich erkennt (s. dessen Definition in der 2. Anmerkung zu Lehrsatz
 8 40, Teil 2). Folglich ist (nach Lehrsatz 40, Teil 2) alles das, wonach wir aus
 9 Vernunft streben, nichts anderes als das Erkennen. – Ferner,da dieses Bestreben
10 des Geistes, womit der Geist, sofern er vernunftgemäß denkt, sein Sein zu
11 erhalten strebt, nichts anderes ist als das Erkennen (nach dem ersten Teil
12 dieses Lehrsatzes), so ist also dieses Streben nach Erkenntnis (nach Zusatz zu
13 Lehrsatz 22 dieses Teils) die erste und einzige Grundlage der Tugend, und wir
14 werden nicht um irgendeines Zwecks willen (nach Lehrsatz 25 dieses Teils) die
15 Dinge zu erkennen streben; sondern der Geist wird vielmehr, sofern er
16 vernunftgemäß denkt, nur das als für ihn gut begreifen können, was zur
17 Erkenntnis führt (nach Definition 1 dieses Teils). – W.z.b.w.
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