4p19d.md (616B)
1 Die Erkenntnis des Guten und Schlechten ist (nach Lehrsatz 8 dieses Teils) der 2 Lust- oder Unlustaffekt selbst, sofern wir uns desselben bewußt sind. Daher 3 (nach Lehrsatz 28, Teil 3) verlangt jeder notwendig das, was er für gut hält, 4 und verschmäht das, was er für schlecht hält. Dieses Verlangen aber ist nichts 5 anderes als des Menschen Wesen oder Natur selbst (nach der Definition des 6 Verlangens, s. diese in der Anmerkung zu Lehrsatz 9, Teil 3,und in der 7 Definition der Affekte, Ziffer I). Folglich verlangt oder verschmäht jeder nach 8 den bloßen Gesetzen seiner Natur notwendig das usw. – W.z.b.w. 9 10