4p16d.md (663B)
1 Der Affekt für ein Ding, das wir uns als zukünftig vorstellen, ist schwächer als 2 für ein gegenwärtiges (nach Zusatz zu Lehrsatz 9 dieses Teils). Die Begierde 3 aber, welche aus der wahren Erkenntnis des Guten und Schlechten entspringt, 4 kann, selbst wenn diese Erkenntnis sich um Dinge dreht, die in der Gegenwart gut 5 sind, durch irgendeine von ungefähr entstehende Begierde erstickt oder gehemmt 6 werden (nach dem vorigen Lehrsatz, dessen Beweis ein allgemeiner ist). Folglich 7 wird die Begierde, welche aus derselben Erkenntnis entspringt, sofern sich diese 8 auf die Zukunft bezieht, leichter eingeschränkt oder erstickt werden können usw. 9 – W.z.b.w. 10 11