4p13d.md (928B)
1 Sofern wir uns ein Ding als zufällig vorstellen, werden wir von keiner 2 Vorstellung eines andern Dinges erregt,welche die Existenz jenes Dinges setzt 3 (nach Definition 3 dieses Teils), sondern stellen uns (nach der Voraussetzung) 4 im Gegenteil etwas vor, was dessen gegenwärtige Existenz ausschließt. Sofern wir 5 es uns aber mit Beziehung auf die Vergangenheit vorstellen, insofern nehmen wir 6 an, daß wir etwas vorstellen, was dasselbe ins Gedächtnis ruft oder was die 7 Vorstellung (das Bild) des Dinges weckt (s. Lehrsatz 18, Teil 2, mit seiner 8 Anmerkung) und folglich insofern bewirkt, daß wir es betrachten, als ob es 9 gegenwärtig wäre (nach Zusatz zu Lehrsatz 17, Teil 2). Folglich (nach Lehrsatz 9 10 dieses Teils) ist der Affekt gegen ein zufälliges Ding, von dem wir wissen, daß 11 es in der Gegenwart nicht existiert, bei sonst gleichen Umständen, schwächer als 12 der Affekt gegen ein vergangenes Ding. – W.z.b.w. 13 14