4p12d.md (602B)
1 Sofern wir uns ein Ding als zufällig vorstellen, werden wir durch keine 2 Vorstellung eines andern Dinges erregt, welche die Existenz jenes Dinges setzt 3 (nach Definition 3 dieses Teils); vielmehr stellen wir uns (der Voraussetzung 4 gemäß) manches vor, was seine gegenwärtige Existenz ausschließt. Sofern wir uns 5 aber ein Ding als in Zukunft möglich vorstellen, insofern stellen wir uns etwas 6 vor was seine Existenz setzt (nach Definition 4 dieses Teils), d.h. (nach 7 Lehrsatz 18, Teil 3), was Hoffnung und Furcht nährt. Folglich ist der Affekt 8 gegen ein mögliches Ding heftiger. – W.z.b.w. 9 10