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1 Das menschliche Vermögen aber ist sehr beschränkt und wird von dem Vermögen der 2 äußern Ursachen unendlich übertroffen. Darum haben wir keine absolute Macht, die 3 Dinge, welche außer uns sind, unserem Nutzen anzupassen. *Doch werden wir alles 4 unserem Nutzen Widerstrebende, das uns begegnet, mit Gleichmut ertragen, wenn 5 wir uns bewußt sind, daß wir unsere Pflicht erfüllt haben und daß das Vermögen, 6 welches wir haben, sich nicht so weit erstreckt, daß wir es hätten vermeiden 7 können und daß wir nur ein Teil der Natur sind*, deren Ordnung wir folgen. Wenn 8 wir das klar und deutlich einsehen, so wird Der Teil von uns, welcher als 9 *Erkenntnis* definiert wird, d.h. der bessere Teil in uns, dabei völlig *beruhigt* 10 sein und in dieser Beruhigung zu verharren streben. Denn sofern wir erkennen, 11 können wir nichts anderes begehren als das, was notwendig ist, und überhaupt nur 12 im Wahren beruhigt sein. Sofern wir daher dieses richtig erkennen, insofern 13 stimmt das Bestreben unseres besseren Teils mit der Ordnung der ganzen Natur 14 überein. 15 16 <table border="2" cellspacing="0" cellpadding="6" rules="groups" frame="hsides"> 17 18 19 <colgroup> 20 <col class="org-left" /> 21 22 <col class="org-left" /> 23 </colgroup> 24 <tbody> 25 <tr> 26 <td class="org-left">[fn5ref]</td> 27 <td class="org-left">Ovid, Verwandlungen, VII, 20 und 21.</td> 28 </tr> 29 30 <tr> 31 <td class="org-left">[fn6ref]</td> 32 <td class="org-left">Die Heilige Schrift. Die Lehrbücher. Der Prediger Salomo. Kapitel I, Vers 18.</td> 33 </tr> 34 </tbody> 35 </table> 36 37