ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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4appc30.md (919B)


 1 Da also jene Dinge gut sind, welche die Teile des Körpers in der Verrichtung
 2 ihrer Funktionen fördern, und die Lust darin besteht, daß das Vermögen des
 3 Menschen, sofern es in Geist und Körper besteht, gefördert oder vermehrt wird,
 4 *so ist also alles das, was Lust verschafft, gut.* Da nun aber die Dinge nicht zu
 5 dem Zweck tätig sind um uns mit Lust zu erregen, und ihr Tätigkeitsvermögen sich
 6 nicht nach unserem Nutzen richtet, da endlich meistens die Lust sich
 7 hauptsächlich auf Einen Körperteil bezieht, darum haben die Lustaffekte (wenn
 8 nicht Vernunft und Wachsamkeit dabei sind) und folglich auch die Begierden, die
 9 aus ihnen entstehen, meistens ein *Übermaß*. Dazu kommt, daß wir aus Affekt das
10 für das Wichtigste halten, was in der *Gegenwart* angenehm ist, und das
11 *Zukünftige* nicht mit gleichem Affekt des Gemüts schätzen können (s. die
12 Anmerkungen zu Lehrsatz 44 und 60 im vierten Teil).
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