3p8d.md (733B)
1 Denn würde es eine begrenzte Zeit in sich schließen, welche die Dauer des Dinges 2 bestimmt, so würde aus dem bloßen Vermögen selbst, womit das Ding existiert, 3 folgen, daß das Ding nach jener begrenzten Zeit nicht existieren könnte, sondern 4 der Zerstörung anheimfallen müßte. Nun ist dies aber (nach Lehrsatz 4 dieses 5 Teils) widersinnig. Folglich schließt das Bestreben, womit ein Ding existiert, 6 keine bestimmte Zeit in sich; sondern weil im Gegenteil (nach demselben Lehrsatz 7 4 dieses Teils), wenn ein Ding von keiner äußern Ursache zerstört wird, es mit 8 demselben Vermögen, womit es bereits existiert, zu existieren immer fortfährt, 9 darum schließt dieses Bestreben eine unbestimmte Zeit in sich. – W.z.b.w. 10 11