3p58d.md (879B)
1 Wenn der Geist sich selbst und sein Tätigkeitsvermögen begreift, empfindet er 2 Lust (nach Lehrsatz 53 dieses Teils). Der Geist aber betrachtet sich selbst 3 notwendig, wenn er eine wahre oder adäquate Idee begreift (nach Lehrsatz 43 Teil 4 2). Nun begreift der Geist einige adäquate Ideen (nach 2. Anmerkung zu Lehrsatz 5 40, Teil 2). Folglich empfindet er auch insofern Lust, sofern er adäquate Ideen 6 begreift, d.h. (nach Lehrsatz 1 dieses Teils) sofern er tätig ist. – Ferner 7 strebt der Geist, sowohl sofern er klare und deutliche als auch sofern er 8 verworrene Ideen hat, in seinem Sein zu verharren (nach Lehrsatz 9 dieses 9 Teils). Unter Bestreben verstehen wir aber die Begierde (nach der Anmerkung zu 10 demselben Lehrsatz). Folglich beziehtsich die Begierde auf uns, auch sofern wir 11 erkennen oder (nach Lehrsatz 1 dieses Teils) sofern wir tätig sind. – W.z.b.w. 12 13