3p55d.md (557B)
1 Das Wesen des Geistes bejaht nur das, was der Geist ist und vermag; oder es 2 liegt in der Natur des Geistes, sich nur das vorzustellen, was sein 3 Tätigkeitsvermögen setzt (nach dem vorigen Lehrsatz). Wenn wir also sagen, daß 4 der Geist, während er sich selbst betrachtet, sich sein Unvermögen vorstellt, so 5 sagen wir nichts anderes, als daß, wenn der Geist sich etwas vorzustellen 6 strebt, was sein Tätigkeitsvermögen setzt, dieses sein Streben gehemmt wird oder 7 (nach Anmerkung zu Lehrsatz 11 dieses Teils) daß er Unlust empfindet. – 8 W.z.b.w. 9 10