3p42d.md (751B)
1 Wer einen Gegenstand seinesgleichen liebt, der ist bestrebt, soviel er vermag, 2 zu bewirken, daß er von ihm wiedergeliebt werde (nach Lehrsatz 33 dieses Teils). 3 Wer also jemand aus Liebe eine Wohltat erweist, der tut es mit dem Wunsche, 4 wiedergeliebt zu werden, d.h. (nach Lehrsatz 34 dieses Teils) mit der Hoffnung 5 auf Ehre oder (nach Anmerkung zu Lehrsatz 30 dieses Teils) auf Lust. Er wird 6 daher (nach Lehrsatz 12 dieses Teils) bestrebt sein, diese Ursache der Ehre, 7 soviel er vermag, sich vorzustellen oder als wirklich existierend zu betrachten. 8 Er stellt sich aber (nach der Voraussetzung) etwas anderes vor, was die Existenz 9 dieser Ursache ausschließt. Also wird er (nach Lehrsatz 19 dieses Teils) dadurch 10 Unlust empfinden. – W.z.b.w. 11 12