3p40sc.md (718B)
1 Wenn er sich aber vorstellt, daß er jenem eine gerechte Ursache zum Haß gegeben 2 habe, so wird er (nach Lehrsatz 30 dieses Teils und seiner Anmerkung) von Scham 3 erregt werden. Doch kommt dies (nach Lehrsatz 25 dieses Teils) selten vor. 4 5 Übrigens kann diese Gegenseitigkeit des Hasses auch dadurch entstehen, daß aus 6 dem Haß das Bestreben folgt, dem Gehaßten Übles zuzufügen (nach Lehrsatz 39 7 dieses Teils). Wer sich also vorstellt, daß er von jemand gehaßt wird, der wird 8 sich diesen als Ursache eines Übels oder einer Unlust vorstellen. Er wird also 9 von Unlust oder Furcht erregt werden, verbunden mit der Idee dessen, der ihn 10 haßt, als deren Ursache; d.h., er wird von Gegenhaß erregt werden, wie oben. 11 12