3p39d.md (865B)
1 Jemand hassen ist (nach Anmerkung zu Lehrsatz 31 dieses Teils), ihn als die 2 Ursache der Unlust vorstellen. Also wird (nach Lehrsatz 28 dieses Teils) 3 derjenige, der jemand haßt, bestrebt sein, ihn zu entfernen oder zu zerstören. 4 Wenn er aber fürchtet, daß ihm daraus mehr Unlust oder (was dasselbe ist) ein 5 größeres Übel erwächst, das er verhüten zu können glaubt, wenn er dem Gehaßten 6 das ihm zugedachte Übel nicht zufügt, so wird er (nach demselben Lehrsatz 28 7 dieses Teils) von dem Vorhaben, ihm Übles zuzufügen, abzustehen begehren; und 8 zwar wird (nach Lehrsatz 37 dieses Teils) dieses Bestreben stärker sein als das, 9 welches ihn antrieb, jenem das Übel zuzufügen, und es wird daher die Oberhand 10 haben, wie ich behaupte. – Der Beweis des zweiten Teils wird ebenso geführt. – 11 Somit wird, wer jemand haßt, etc. – W.z.b.w. 12 13