3p34d.md (954B)
1 Wir streben, soviel wir vermögen (nach dem vorigen Lehrsatz), daß der geliebte 2 Gegenstand uns wiederum liebe; d.h. (nach Anmerkung zu Lehrsatz 13 dieses 3 Teils), daß der geliebte Gegenstand von Lust erregt werde, verbunden mit der 4 Idee unserer selbst. Je stärker wir uns also die Lust vorstellen, von welcher 5 der geliebte Gegenstand um unseretwillen erregt ist, desto mehr wird dieses 6 Streben gefördert; d.h. (nach Lehrsatz 11 dieses Teils mit seiner Anmerkung) von 7 desto stärkerer Lust werden wir erregt. Wenn wir aber darüber Lust empfinden, 8 daß wir einen andern unseresgleichen mit Lust erregt haben, so betrachten wir 9 uns selbst mit Lust (nach Lehrsatz 30 dieses Teils). Je stärker wir uns also den 10 Affekt vorstellen, von dem der geliebte Gegenstand gegen uns erregt ist, mit um 11 so stärkerer Lust werden wir uns selbst betrachten oder (nach Anmerkung zu 12 Lehrsatz 30 dieses Teils) desto mehr werden wir uns geehrt fühlen. – W.z.b.w. 13 14