ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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3p31d.md (729B)


 1 Dadurch allein schon, daß wir uns vorstellen, daß jemand etwas liebt, werden wir
 2 es lieben (nach Lehrsatz 27 dieses Teils). Wir nehmen aber an, daß wir es auch
 3 ohne dem lieben. Es tritt also eine neue Ursache zur Liebe hinzu, durch welche
 4 sie genährt wird. Daher werden wir das was wir lieben, eben dadurch beharrlicher
 5 lieben. Ferner werden wir dadurch, daß wir uns vorstellen, daß jemand etwas
 6 verschmäht, dasselbe gleichfalls verschmähen (nach demselben Lehrsatz). Wenn wir
 7 aber annehmen, daß wir es zu gleicher Zeit lieben, so werden wir demnach dieses
 8 selbe Ding gleichzeitig lieben und verschmähen, oder (s. Anmerkung zu Lehrsatz
 9 17 dieses Teils) wir werden ein Schwanken des Gemüts erleiden. – W.z.b.w.
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