3p2d.md (1023B)
1 Alle Daseinsformen des Denkens haben Gott zur Ursache, sofern er ein denkendes 2 Ding ist, nicht aber, sofern er durch ein anderes Attribut ausgedrückt wird 3 (nachLehrsatz 6, Teil 2). Dasjenige also, was den Geist zum Denken bestimmt, ist 4 eine Daseinsform des Denkens, nicht aber der Ausdehnung; d.h. (nach Definition 5 1, Teil 2), es ist kein Körper. Damit ist das erste bewiesen. – Ferner, die 6 Bewegung und die Ruhe des Körpers muß von einem andern Körper herrühren, welcher 7 auch wieder zur Bewegung oder Ruhe von einem andern bestimmt worden ist. 8 Überhaupt mußte alles, was in einem Körper vorgeht, von Gott herrühren, sofern 9 er als durch eine Daseinsform der Ausdehnung, nicht aber, sofern er als durch 10 eine Daseinsform des Denkens erregt betrachtet wird (nach demselben Lehrsatz 6, 11 Teil 2); d.h., es kann vom Geiste, welcher (nach Lehrsatz 11, Teil 2) eine 12 Daseinsform des Denkens ist, nicht herrühren. Damit ist das zweite bewiesen. – 13 Also kann weder der Körper den Geist usw. – W.z.b.w. 14 15