ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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3p21d.md (1171B)


 1 Die Vorstellungen der Dinge (wie ich im Lehrsatz 19 dieses Teils gezeigt habe),
 2 welche die Existenz des geliebten Dinges setzen, fördern das Bestreben des
 3 Geistes, das geliebte Ding sich vorzustellen. Die Lust aber setzt die Existenz
 4 des Lust empfindenden Gegenstandes, und das um so mehr, je stärker der Affekt
 5 der Lust ist; denn sie ist (nach Anmerkung zu Lehrsatz 1 I dieses Teils)
 6 Übergang zu größerer Vollkommenheit. Mithin fördert die Vorstellung der Lust des
 7 geliebten Gegenstandes in dem Liebenden jenes Bestreben seines Geistes, d.h.
 8 (nach Anmerkung zu Lehrsatz 11 dieses Teils), sie erregt den Liebenden mit Lust,
 9 und um so mehr, je stärker dieser Affekt in dem geliebten Gegenstand ist. Damit
10 ist das erste bewiesen. – Ferner, sofern ein Gegenstand mit Unlust erregt wird,
11 insofern wird es zerstört, und um so mehr, mit je stärkerer Unlust er erregt
12 wird (nach derselben Anmerkung zu Lehrsatz 11 dieses Teils). Also wird (nach
13 Lehrsatz 19 dieses Teils), wer sich vorstellt, daß das, was er liebt, mit Unlust
14 erregt wird ebenfalls mit Unlust erregt, und um so mehr, je stärker dieser
15 Affekt in dem geliebten Gegenstand ist. – W.z.b.w.
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