3p21d.md (1171B)
1 Die Vorstellungen der Dinge (wie ich im Lehrsatz 19 dieses Teils gezeigt habe), 2 welche die Existenz des geliebten Dinges setzen, fördern das Bestreben des 3 Geistes, das geliebte Ding sich vorzustellen. Die Lust aber setzt die Existenz 4 des Lust empfindenden Gegenstandes, und das um so mehr, je stärker der Affekt 5 der Lust ist; denn sie ist (nach Anmerkung zu Lehrsatz 1 I dieses Teils) 6 Übergang zu größerer Vollkommenheit. Mithin fördert die Vorstellung der Lust des 7 geliebten Gegenstandes in dem Liebenden jenes Bestreben seines Geistes, d.h. 8 (nach Anmerkung zu Lehrsatz 11 dieses Teils), sie erregt den Liebenden mit Lust, 9 und um so mehr, je stärker dieser Affekt in dem geliebten Gegenstand ist. Damit 10 ist das erste bewiesen. – Ferner, sofern ein Gegenstand mit Unlust erregt wird, 11 insofern wird es zerstört, und um so mehr, mit je stärkerer Unlust er erregt 12 wird (nach derselben Anmerkung zu Lehrsatz 11 dieses Teils). Also wird (nach 13 Lehrsatz 19 dieses Teils), wer sich vorstellt, daß das, was er liebt, mit Unlust 14 erregt wird ebenfalls mit Unlust erregt, und um so mehr, je stärker dieser 15 Affekt in dem geliebten Gegenstand ist. – W.z.b.w. 16 17