3p15d.md (841B)
1 Angenommen, der Geist würde von zwei Affekten zugleich erregt, nämlich von 2 einem, der sein Tätigkeitsvermögen weder vermehrt noch vermindert, und von einem 3 andern, der es vermehrt oder vermindert (s. Postulat 1 dieses Teils). Aus dem 4 vorigen Lehrsatz erhellt, daß, wenn der Geist später von jenem Affekt durch 5 seine wahre Ursache, welche an sich (nach der Voraussetzung) sein Denkvermögen 6 weder vermehrt noch vermindert, erregt wird, er sofort auch von diesem andern, 7 welcher sein Denkvermögen vermehrt oder vermindert, d.h. (nach Anmerkung zu 8 Lehrsatz 11 dieses Teils) von Lust oder Unlust, erregt wird. Also wird jenes 9 Ding nicht durch sich, sondern zufällig Ursache der Lust oder Unlust sein. Und 10 mit diesem Verfahren kann auch leicht gezeigt werden, daß jenes Ding zufällig 11 Ursache der Begierden sein kann. – W.z.b.w. 12 13