3ad44e.md (496B)
1 Ehrgeiz ist eine Begierde, durch welche alle Affekte (nach den Lehrsätzen 27 und 2 31 dieses Teils) genährt oder verstärkt werden. Daher ist dieser Affekt beinahe 3 unüberwindlich. Denn solange der Mensch von irgendeiner andern Begierde erfaßt 4 ist, ist er notwendig zugleich von dieser erfaßt. »Die besten Menschen«, sagt 5 Cicero[fn4], »werden sehr stark von Ruhmbegierde geleitet. Sogar die Philosophen 6 setzen ihre Namen auf die Bücher, die sie über Verachtung des Ruhms schreiben 7 usw.« 8 9