ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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3ad13e.md (774B)


 1 Aus diesen Definitionen folgt, daß es keine Hoffnung gibt ohne Furcht und keine
 2 Furcht ohne Hoffnung. Denn von jemand, der in Hoffnung schwebt und über den
 3 Ausgangeiner Sache zweifelt, wird angenommen, daß er sich etwas vorstellt, was
 4 die Existenz dieser zukünftigen Sache ausschließt und also insofern Unlust
 5 empfindet (nach Lehrsatz 19 dieses Teils) und folglich, während er in Hoffnung
 6 schwebt, fürchtet, die Sache möchte nicht eintreffen. – Wer hingegen in Furcht
 7 ist, d.h., über den Ausgang einer Sache, die er haßt, zweifelt, stellt sich
 8 ebenfalls etwas vor, was die Existenz dieser zukünftigen Sache ausschließt, und
 9 folglich (nach Lehrsatz 20 dieses Teils) empfindet er Lust und hat also insofern
10 Hoffnung, daß die Sache nicht eintreffen werde.
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