3ad13e.md (774B)
1 Aus diesen Definitionen folgt, daß es keine Hoffnung gibt ohne Furcht und keine 2 Furcht ohne Hoffnung. Denn von jemand, der in Hoffnung schwebt und über den 3 Ausgangeiner Sache zweifelt, wird angenommen, daß er sich etwas vorstellt, was 4 die Existenz dieser zukünftigen Sache ausschließt und also insofern Unlust 5 empfindet (nach Lehrsatz 19 dieses Teils) und folglich, während er in Hoffnung 6 schwebt, fürchtet, die Sache möchte nicht eintreffen. – Wer hingegen in Furcht 7 ist, d.h., über den Ausgang einer Sache, die er haßt, zweifelt, stellt sich 8 ebenfalls etwas vor, was die Existenz dieser zukünftigen Sache ausschließt, und 9 folglich (nach Lehrsatz 20 dieses Teils) empfindet er Lust und hat also insofern 10 Hoffnung, daß die Sache nicht eintreffen werde. 11 12