2p43d.md (1154B)
1 Eine wahre Idee in uns ist eine solche, welche in Gott, sofern er durch 2 die Natur des menschlichen Geistes erklärt wird, adäquat ist (nach 3 Zusatz zu Lehrsatz 11 dieses Teils). Gesetzt also, es gibt in Gott, 4 sofern er durch die Natur des menschlichen Geistes ausgedrückt wird, 5 eine adäquate Idee A. Von dieser Idee muß es in Gott notwendig ebenfalls 6 eine Idee geben, welche sich auf Gott auf dieselbe Weise bezieht wie die 7 Idee A (nach Lehrsatz 20 dieses Teils, dessen Beweis ein allgemeiner 8 ist). Aber von der Idee A wird angenommen, daß sie sich auf Gott 9 bezieht, sofern er durch die Natur des menschlichen Geistes erklärt 10 wird. Folglich muß sich auch die Idee der Idee A auf dieselbe Weise auf 11 Gott beziehen; d.h. (nach demselben Zusatz zu Lehrsatz 11 dieses Teils), 12 diese adäquate Idee der Idee A wird in eben dem Geiste sein, welcher die 13 adäquate Idee A hat. Daher muß, wer eine adäquate Idee hat oder (nach 14 Lehrsatz 34 dieses Teils) wer ein Ding wahrhaft erkennt, zugleich eine 15 adäquate Idee oder eine wahre Erkenntnis seiner Erkenntnis haben; 16 d.h. (wie von selbst einleuchtend), er muß zugleich dessen gewiß sein. 17 – W.z.b.w. 18 19