2p29c.md (906B)
1 Hieraus folgt, daß der menschliche Geist, sooft er die Dinge nach der 2 gewöhnlichen Ordnung der Natur Erfaßt, weder von sich selbst noch von 3 seinem Körper, noch von den äußern Körpern eine adäquate Erkenntnis hat, 4 sondern nur eine verworrene und verstümmelte Erkenntnis. Denn der Geist 5 erkennt sich selbst nur, sofern er die Ideen der Körpererregungen erfaßt 6 (nach Lehrsatz 23 dieses Teils). Aber seinen Körper erfaßt er (nach 7 Lehrsatz 19 dieses Teils) nur durch eben die Ideen der Erregungen, durch 8 welche er auch nur (nach Lehrsatz 26 dieses Teils) die äußern Körper 9 erfaßt. Er hat also, sofern er diese hat, weder von sich selbst (nach 10 Lehrsatz 29 dieses Teils) noch von seinem Körpern (nach Lehrsatz 27 11 dieses Teils), noch von den äußern Körpern (nach Lehrsatz 25 dieses 12 Teils) eine adäquate Erkenntnis, sondern nur eine verstümmelte und 13 verworrene Erkenntnis. – W.z.b.w. 14 15