2p21sc.md (1046B)
1 Dieser Satz wird weit deutlicher aus dem, was in der Anmerkung zu 2 Lehrsatz 7 dieses Teils gesagt ist, eingesehen. Denn dort haben wir 3 gezeigt, daß die Idee des Körpers und der Körper, d.h. (nach Lehrsatz 13 4 dieses Teils) der Geist und der Körper, eins und dasselbe Individuum 5 ist, welches bald unter dem Attribut des Denkens, bald unter dem der 6 Ausdehnung begriffen wird. Darum ist die Idee des Geistes und der Geist 7 selbst ein und dasselbe Ding, welches unter einem und demselben 8 Attribut, nämlich des Denkens, begriffen wird. Daß die Idee des Geistes 9 und der Geist selbst in Gott vorhanden, folgt, sageich, mit 10 derselben Notwendigkeit aus derselben Fähigkeit des Denkens. Denn 11 tatsächlich ist die Idee des Geistes, d.h. die Idee der Idee, nichts 12 anderes als die Form der Idee, sofern diese als Daseinsform des Denkens 13 ohne Beziehung zum Objekt betrachtet wird. Denn sobald jemand etwas 14 weiß, weiß er eben damit, daß er dieses weiß; und zugleich weiß er, daß 15 er weiß, was er weiß; und so ins unendliche. Doch hierüber später. 16 17