ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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2p19d.md (1379B)


 1 Denn der menschliche Geist ist eben die Idee oder die Erkenntnis des
 2 menschlichen Körpers (nach Lehrsatz 13 dieses Teils), welche (nach
 3 Lehrsatz 19 dieses Teils) in Gott zwar ist, sofern er als von einer
 4 andern Idee eines Einzeldinges erregt betrachtet wird. Oder weil (nach
 5 Postulat 4) der menschliche Körper vieler Körper bedarf, von welchen er
 6 beständig gleichsam wiedererzeugt wird und die Ordnung und Verknüpfung
 7 der Ideen dieselbe ist wie die Ordnung und Verknüpfung der Ursachen
 8 (nachLehrsatz 7 dieses Teils), so wird diese Idee in Gott sein,
 9 sofern er als von den Ideen vieler Einzeldinge erregt betrachtet wird.
10 Gott hat darum eine Idee des menschlichen Körpers oder erkennt den
11 menschlichen Körper, sofern er von vielen andern Ideen erregt ist, und
12 nicht, sofern er die Natur des menschlichen Geistes ausmacht; d.h. (nach
13 Zusatz zu Lehrsatz 11 dieses Teils), der menschliche Geist erkennt den
14 menschlichen Körper nicht. Aber die Ideen der Körpererregungen sind in
15 Gott, sofern er die Natur des menschlichen Geistes ausmacht, oder der
16 menschliche Geist erfaßt diese Erregungen (nach Lehrsatz 12 dieses
17 Teils) und folglich (nach Lehrsatz 16 dieses Teils) den menschlichen
18 Körper selbst, und zwar (nach Lehrsatz 17 dieses Teils) als wirklich
19 existierend. Folglich erfaßt der menschliche Geist nur insofern den
20 eigenen menschlichen Körper. – W.z.b.w.
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