ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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2p13sc.md (2204B)


 1 Daraus verstehen wir auch nicht bloß, daß der menschliche Geist mit dem
 2 Körper vereinigt ist, sondern auch, was unter Einheit von Geist und
 3 Körper zu verstehen ist.
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 5 Niemand aber wird dieselbe adäquat oder gründlich verstehen können, der
 6 nicht vorher die Natur unseres Körpers adäquat erkennt. Denn das, was
 7 wir bis jetzt gezeigt haben, ist sehr allgemein und gilt von den
 8 Menschen nicht mehr als von andern Individuen, welche alle, wenn auch in
 9 verschiedenen Graden, beseelt sind. Denn von jedem Ding gibt es
10 notwendig in Gott eine Idee, deren Ursache Gott ist, ebenso wie die Idee
11 des menschlichen Körpers. Darum muß alles, was wir von der Idee des
12 menschlichen Körpers gesagt haben, notwendig von der Idee eines jeden
13 Dinges gesagt werden. Dennoch können wir auch nicht in Abrede stellen,
14 daß die Ideen untereinander, wie die Objekte selbst, verschieden sind
15 und daß die eine vorzüglicher ist als die andere und mehr Realität
16 enthält, je nachdem das Objekt der einen vorzüglicher ist und mehr
17 Realität enthält als das Objekt der andern.
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19 Um daher zu bestimmen, wodurch der menschliche Geist sich von den
20 übrigen unterscheidet und worin er die übrigen übertrifft, ist es
21 notwendig, daß wir die Natur seines Objekts, wie ich gesagt, d.h. des
22 menschlichen Körpers, erkennen. Doch kann ich dieselbe hier nicht näher
23 erklären, und es ist auch für das, was ich beweisen will, gar nicht
24 nötig. Nur das bemerke ich im allgemeinen: Je befähigter ein Körper ist,
25 vieles zugleich zu tun oder zu leiden, desto befähigter ist auch sein
26 Geist, vieles zugleichzu erfassen. Ferner, je mehr die Handlungen
27 eines Körpers von ihm allein abhängen und je weniger andere Körper dabei
28 mitwirken, desto befähigter ist sein Geist zu gründlicher Erkenntnis.
29 Darum können wir also den Vorzug des einen Geistes vor dem andern
30 erkennen, sodann auch den Grund einsehen, weshalb wir nur eine sehr
31 unklare Kenntnis von unserem Körper haben, und noch manches andere, was
32 ich im folgenden davon ableiten werde.
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34 Ich erachte es daher der Mühe wert, diese Behauptung selbst genauer zu
35 entwickeln und zu beweisen. Zu diesem Behufe muß einiges über die Natur
36 der Körper vorausgeschickt werden:
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