ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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2p13l7sc.md (1700B)


 1 Hieraus ersehen wir also, in welcher Weise ein zusammengesetztes
 2 Individuum auf viele Arten erregt werden und nichtsdestoweniger seine
 3 Natur bewahren kann.
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 5 Bis hierher haben wir ein Individuum im Auge gehabt, welches nur aus Körpern,
 6 die sich bloß durch Bewegung und Ruhe, Schnelligkeit und Langsamkeit voneinander
 7 unterscheiden, d.h., aus den einfachsten Körpern zusammengesetzt ist. Wenn wir
 8 uns nun ein anderes denken, das aus vielen Individuen von verschiedener Natur
 9 zusammengesetzt ist, so werden wir finden, daß dasselbe noch auf viele andere
10 Weisen erregt werden und dennoch seine Natur bewahren kann. Denn da jeder Teil
11 desselben aus mehreren Körpern zusammengesetzt ist, so wird (nach dem vorigen
12 Hilfssatz) jeder Teil, ohne jede Veränderung seiner Natur, sich bald langsamer,
13 bald schneller bewegen und folglich seine Bewegungen schneller oder langsamer
14 den übrigen mitteilen.
15 
16 Wenn wir uns weiter noch eine dritte Gattung von Individuen denken, die
17 aus diesen zweiter Gattung zusammengesetzt sind, so werden wir finden,
18 daß ein solches Individuum noch auf viel mehr Weisen erregt werden kann
19 ohne jede Änderung seiner Form. Und wenn wir so weiter ins unendliche
20 fortfahren, werden wir leicht begreifen, daß die ganze Natur Ein
21 Individuum ist, dessen Teile, d.h. alle Körper, auf unendliche Weise
22 verschieden sind, ohne irgendwelche Änderung des ganzen Individuums.
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24 Ich hätte dies, wenn ich die Absicht gehabt hätte, die Körper eingehend
25 zu behandeln, ausführlicher erklären und beweisen müssen. Ich habe
26 jedoch, wie gesagt, etwas anderes beabsichtigt, und das Vorstehende nur
27 angeführt, um daraus das, was ich zu beweisen mir vorgesetzt, leicht
28 ableiten zu können.
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