2p13l3c.md (1151B)
1 Hieraus folgt, daß ein bewegter Körper so lange in Bewegung 2 bleibt, bis er von einem andern Körper zum Ruhen bestimmt wird, und daß 3 ein ruhender Körper auch so lange in Ruhe bleibt, bis er von einem 4 andern zur Bewegung bestimmt wird. Es ist dies auch an sich klar. Denn 5 wenn ich annehme, daß ein Körper, z.B. A, ruht und keine andern bewegten 6 Körper in Betracht ziehe, so werde ich von dem Körper A nichts sagen 7 können, als daß er ruht. Geschieht es nun später, daß der Körper A sich 8 bewegt, so hat das sicherlich nicht daraus erfolgen können, daß er 9 ruhte; denn daraus konnte nichts anderes folgen, als daß der Körper A 10 ruhe. Oder wenn umgekehrt angenommen wird, A bewegt sich, so werden wir, 11 solange A allein in Betracht gezogen wird, nichts anderes von demselben 12 behaupten können, als daß er sich bewegt. Geschieht es hernach, daß A 13 ruht, so hat das auch sicherlich nicht aus der Bewegung erfolgen können, 14 die er hatte; denn aus dieser Bewegung konnte nichts anderes folgen, als 15 daß sich A bewegt. Es geschah somit durch etwas, das nicht in A war, 16 nämlich durch eine äußere Ursache, von welcher A zur Ruhe bestimmt ward. 17 18