2p11c.md (715B)
1 Hieraus folgt, daß der menschliche Geist ein Teil des unendlichen 2 Verstandes Gottes ist. Wenn wir demnach sagen, der menschliche Geist 3 nimmt dieses oder jenes wahr, so sagen wir nichts anderes, als daß Gott, 4 nicht sofern er unendlich ist, sondern sofern er durch die Natur des 5 menschlichen Geistes erklärt wird oder sofern er das Wesen des 6 menschlichen Geistes ausmacht, diese oder jene Idee hat. Und wenn wir 7 sagen, Gott hat diese oder jene Idee nicht nur, sofern er die Natur des 8 menschlichen Geistes ausmacht, sondern sofern er zugleich mit dem 9 menschlichen Geist auch die Idee eines andern Dinges hat, dann sagen 10 wir, daß der menschliche Geist ein Ding teilweise oder nicht adäquat 11 (inadäquat) auffaßt. 12 13