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1 Nachdem ich hiermit sonnenklar gezeigt habe, daß es durchaus nichts in den 2 Dingen gibt, wegen dessen sie als zufällige bezeichnet werden könnten, will ich 3 noch mit wenigen Worten auseinandersetzen, was wir unter *zufällig* zu verstehen 4 haben; vorher aber, was unter *notwendig* und *unmöglich*. Ein Ding heißt *notwendig* 5 entweder in bezug auf sein Wesen oder in bezug auf seine Ursache. Denn die 6 Existenz eines Dinges folgt mit Notwendigkeit entweder aus dem Wesen und der 7 Definition desselben oder aus einer gegebenen wirkenden Ursache. Diese Gründe 8 sind es auch, weshalb eine Sache *unmöglich* heißt, weil nämlich entweder das 9 Wesen oder die Definition desselben das Gegenteil in sich schließt oder weil 10 keine äußere Ursache gegeben ist, die bestimmt wäre, ein solches Ding 11 hervorzubringen. *Zufällig* aber wird ein Ding aus keinem andern Grund genannt 12 als wegen unserer mangelhaften Erkenntnis. Denn ein Ding, von dem wir nicht 13 wissen, ob sein Wesen einen Widerspruch in sich schließt, oder von dem wir gewiß 14 wissen, daß es keinen Widerspruch in sich schließt, während wir dennoch über 15 dessen Existenz nichts Sicheres behaupten können, weil die Ordnung der Ursachen 16 uns verborgen ist, ein solches Ding kann uns weder als notwendig noch als 17 unmöglich erscheinen, und darum nennen wir es entweder zufällig oder möglich. 18 19