ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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1p32c2.md (980B)


 1 Hieraus folgt *zweitens*, daß Wille und Verstand zur Natur Gottes sich verhalten
 2 wie Bewegung und Ruhe und überhaupt wie alles Natürliche, welches zum Existieren
 3 und Wirken auf gewisse Weise von Gott bestimmt werden muß. Denn der Wille
 4 bedarf, wie alles Übrige, einer Ursache, von welcher er zum Existieren und
 5 Wirken auf gewisse Weise bestimmt wird. Und obgleich aus einem gegebenen Willen
 6 oder Verstand Unendliches folgt, kann man darum doch ebensowenig von Gott sagen,
 7 er handle aus freiem Willen, als man wegen dessen, was ausBewegung und Ruhe
 8 folgt (denn auch aus diesen folgt Unendliches), von ihm sagen kann, er handle
 9 aus freier Bewegung und Ruhe. Der Wille gehört darum zur Natur Gottes nicht mehr
10 als alles übrige Natürliche, vielmehr verhält er sich zu ihr geradeso wie
11 Bewegung und Ruhe und alles übrige, welches, wie ich gezeigt habe, aus der
12 Notwendigkeit der göttlichen Natur folgt und von ihr zum Existieren und Wirken
13 auf gewisse Weise bestimmt wird.
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