1p29d.md (1200B)
1 Alles, was ist, ist in Gott (nach Lehrsatz 15). Gott aber kann nicht ein 2 zufälliges Ding heißen, denn er existiert notwendig, nicht aber zufällig (nach 3 Lehrsatz 11). Ferner sind die Daseinsformen der göttlichen Natur aus dieser 4 ebenfalls notwendig, nicht aber zufällig erfolgt (nach Lehrsatz 16); und zwar 5 entweder sofern die göttliche Natur absolut (nach Lehrsatz 21) oder sofern sie 6 als auf gewisse Weise zu wirken bestimmt betrachtet wird (nach Lehrsatz 27). 7 Ferner ist Gott die Ursache dieser Daseinsformen, nicht nur, sofern sie einfach 8 existieren (nach Zusatz zu Lehrsatz 24), sondern auch (nach Lehrsatz 26), sofern 9 sie als etwas zu wirken bestimmt betrachtet werden. Wenn sie (nach demselben 10 Lehrsatz) von Gott nicht bestimmt sind, so ist es unmöglich, nicht bloß 11 zufällig, daß sie sich selbst bestimmen, und umgekehrt (nach Lehrsatz 27), wenn 12 sie von Gott bestimmt sind, so ist es unmöglich, nicht bloß zufällig, daß sie 13 sich zu nicht bestimmten machen. Also ist alles vermöge der Notwendigkeit der 14 göttlichen Natur bestimmt, nicht bloß, um zu existieren, sondern auch, um auf 15 gewisse Weise zu existieren und zu wirken, und ein Zufälliges gibt es nicht. – 16 W.z.b.w. 17 18