ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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1p12d.md (968B)


 1 Denn die Teile, in welche die Substanz, so begriffen, geteilt würde, würden
 2 entweder die Natur der Substanz behalten oder nicht. Ist das erstere der Fall,
 3 so müßte (nach Lehrsatz 8) jeder Teil unendlich sein, er müßte auch (nach
 4 Lehrsatz 6) Ursache seiner selbst sein und (nach Lehrsatz 5) aus verschiedenen
 5 Attributen bestehen. So könnten aus Einer Substanz mehrere Substanzen sich
 6 bilden, was (nach Lehrsatz 6) widersinnig ist. Hierzu kommt noch, daß die Teile
 7 (nach Lehrsatz 2) nichts mit ihrem Ganzen gemein hätten und das Ganze (nach
 8 Definition 4 und Lehrsatz 10) ohne seine Teile sowohl sein als auch begriffen
 9 werden könnte; eine Widersinnigkeit, die niemand verkennen wird. Würde aber der
10 zweite Fall angenommen, daß nämlich die Teile die Natur der Substanz nicht
11 behalten, so würde folglich die Substanz, wenn sie in gleiche Teile geteilt
12 würde, die Natur der Substanz verlieren und zu sein aufhören; was (nach
13 Lehrsatz 7) widersinnig wäre.
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