5p41d.md (672B)
1 Die höchste und einzige Grundlage der Tugend oder richtigen Lebensweise ist 2 (nach Folgesatz zu Lehrsatz 22 und 24, T. 4) das Streben nach seinem Nutzen. In 3 der Bestimmung dessen aber, was die Vernunft als nützlich vorschreibt, haben wir 4 die Ewigkeit des Geistes, die wir erst in diesem fünften Teile kennen lernten, 5 nicht berücksichtigt. Obgleich wir also damals nicht wußten, daß der Geist ewig 6 ist, haben wir doch das für das Wichtigste gehalten, was wir als zur 7 Seelenstärke und zum Edelsinn gehörig zeigten; wenn wir also demnach dies auch 8 noch jetzt nicht wüßten, müßten wir diese Vorschriften der Vernunft dennoch für 9 die wichtigsten halten. W.z.b.w. 10 11