5p28d.md (715B)
1 Dieser Lehrsatz ist an sich klar; denn alles, was wir klar und deutlich 2 erkennen, erkennen wir entweder aus sich oder aus einem anderen, das aus sich 3 begriffen wird, d.h. die Ideen, die klar und deutlich in uns sind oder die zur 4 dritten Erkenntnisgattung gehören (siehe Anm. 2 zu Lehrsatz 40, T. 2), können 5 nicht aus verstümmelten und verworrenen Ideen erfolgen, die (nach derselben 6 Anm.) zur ersten Erkenntnisgattung gehören, sondern aus adäquaten Ideen oder 7 (nach derselben Anm.) aus der zweiten und dritten Erkenntnisgattung. Deshalb 8 kann (nach Def. 1 der Affekte)die Begierde, die Dinge nach der dritten 9 Erkenntnisgattung zu erkennen, nicht aus der ersten, wohl aber aus der zweiten 10 entspringen. W.z.b.w. 11 12