5p27d.md (718B)
1 Die höchste Tugend des Geistes ist, Gott zu erkennen (nach Lehrsatz 28, T. 4) 2 oder die Dinge nach der dritten Erkenntnisgattung zu erkennen (nach Lehrsatz 25 3 dieses Teils). Diese Tugend ist um so größer, je mehr der Geist die Dinge nach 4 dieser Erkenntnisgattung erkennt (nach Lehrsatz 24 dieses Teils); wer daher die 5 Dinge nach dieser Erkenntnisgattung erkennt, geht zur höchsten menschlichen 6 Vollkommenheit über, und wird folglich (nach Def. 2 der Affekte) mit der 7 höchsten Lust affiziert, und zwar (nach Lehrsatz 43, T. 2) verbunden mit der 8 Idee von sich und seiner Tugend, und deshalb entspringt (nach Def. 25 der 9 Affekte) aus dieser Erkenntnisgattung die höchste Zufriedenheit, die es geben 10 kann. W.z.b.w. 11 12