5p20d.md (641B)
1 Diese Liebe zu Gott ist das höchste Gut, welches wir gemäß dem Vernunftgebote 2 erstreben können (nach Lehrsatz 28, T. 4), und ist allen Menschen gemeinsam 3 (nach Lehrsatz 36, T. 4), und wir wünschen, daß alle sich desselben erfreuen 4 (nach Lehrsatz 37, T. 4). Demnach kann sie (nach Def. 23 der Affekte) nicht 5 durch den Affekt des Neides verunreinigt werden, noch auch (nach Lehrsatz 18 6 dieses Teils und der Def. der Eifersucht in der Anm. zu Lehrsatz 35, T. 3) durch 7 den Affekt der Eifersucht, sondern muß vielmehr (nach Lehrsatz 31, T. 3) um so 8 mehr genährt werden, je mehr Menschen wir uns sich daran erfreuend vorstellen. 9 W.z.b.w. 10 11