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1 Der Dank, welchen die Menschen einander abstatten, die von blinder Begierde 2 geleitet werden, ist meist eher ein Handel oder ein Köder als Dank. Ferner ist 3 Undankbarkeit kein Affekt. Doch ist Undankbarkeit schimpflich, weil sie 4 meistenteils anzeigt, daß der Mensch mit zu viel Haß, Zorn, Hochmut oder Geiz 5 usw. affiziert ist. Denn wer aus Dummheit Gaben nicht zu vergelten weiß, ist 6 nicht undankbar, noch viel weniger, wer durch die Gaben einer Buhlerin nicht 7 bewegt wird, ihrer Wollust zu dienen, durch die eines Diebes, seine Diebstähle 8 zu verhehlen, oder irgendeines anderen. Denn im Gegenteil zeigt der einen festen 9 Geist, der sich durch keine Gaben zu seinem eigenen oder zum allgemeinen Verderb 10 verleiten läßt. 11 12