4p65d.md (469B)
1 Das Gut, welches uns ein größeres Gut zu genießen hindert, ist wahrhaft ein 2 Übel; denn gut und übel wird (wie wir in der Vorrede zu diesem Teil gezeigt 3 haben) von den Dingen gesagt, insofern wir sie miteinander vergleichen, und (aus 4 demselben Grunde) ist das kleinere Übel wahrhaft ein Gut, deshalb werden wir 5 (nach Folgesatz zu Lehrsatz 63 dieses Teils) nach der Leitung der Vernunft nur 6 das größere Gut und das kleinere Übel begehren oder wählen. W.z.b.w. 7 8