4p64d.md (547B)
1 Die Erkenntnis des Bösen ist die Unlust selbst (nach Lehrsatz 8 dieses Teils), 2 insofern wir uns derselben bewußt sind; Unlust aber ist Übergang zu geringerer 3 Vollkommenheit (nach Def. 3 der Affekte), welche deshalb aus dem Wesen des 4 Menschen an sich nicht verstanden werden kann (nach Lehrsatz 6 und 7, T. 3) und 5 sonach (nach Def. 2, T. 3) eine Leidenschaft ist, welche (nach Lehrsatz 3, T. 3) 6 von inadäquaten Ideen abhängt, und folglich (nach Lehrsatz 29, T. 2) ist ihre 7 Erkenntnis, nämlich die Erkenntnis des Bösen, inadäquat. W.z.b.w. 8 9