ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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4p61d.md (781B)


 1 Die Begierde ist (nach Def. 1 der Affekte), absolut betrachtet, eben das Wesen
 2 des Menschen, sofern es begriffen wird, als auf irgendeine Weise bestimmt etwas
 3 zu tun. Demnach ist die Begierde, welche aus der Vernunft entspringt, d.h.
 4 (nach Lehrsatz 3, T. 3), welche sich in uns erzeugt, sofern wir handeln, eben
 5 die Wesenheit oder die Natur des Menschen, insofern diese begriffen wird als das
 6 zu tun bestimmt, was aus dem alleinigen Wesen des Menschen adäquat begriffen
 7 wird (nach Def. 2, T. 3). Wenn also die Begierde ein Übermaß haben könnte, so
 8 könnte also die menschliche Natur für sich allem betrachtet sich selbst
 9 überschreiten, oder vermöchte mehr, als sie vermag, was ein offenbarer
10 Widerspruch ist; und folglich kann diese Begierde kein Übermaß haben. W.z.b.w.
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