4p60d.md (953B)
1 Gesetzt z. B. der Teil A eines Körpers werde durch die Gewalt irgendeiner 2 äußeren Ursache so verstärkt, daß er vor den übrigen ein Übergewicht hat, so 3 wird (nach Lehrsatz 6 dieses Teils) dieser Teil nicht deshalb seine Kräfte zu 4 verlieren streben, damit die übrigen Teile des Körpers ihre Funktionen 5 verrichten können, denn er müßte eine Kraft oder ein Vermögen haben, seine 6 Kräfte zu verlieren, was (nach Lehrsatz 6, T. 3) widersinnig ist. Dieser Teil 7 wird daher danach streben, und folglich (nach Lehrsatz 7 und 12, T. 3) auch der 8 Geist, diesen Zustand zu erhalten, und folglich nimmt die Begierde, welche aus 9 einem solchen Affekt der Lust entspringt, keine Rücksicht auf das Ganze. Wenn 10 dagegen gesetzt wird, daß der Teil A eingeschränkt wird, so daß die übrigen ein 11 Übergewicht haben, so wird auf dieselbe Weise bewiesen, daß auch die Begierde, 12 welche aus der Unlust entspringt, keine Rücksicht auf das Ganze nimmt. W.z.b.w. 13 14