ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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4p43d.md (1199B)


 1 Die Wollust ist eine Lust, welche, insofern sie sich auf den Körper bezieht,
 2 darin besteht, daß ein Teil oder einige Teile desselben mehr als die übrigen
 3 affiziert werden (siehe die Def. derselben in der Anm. zu Lehrsatz 11, T. 3).
 4 Das Vermögen dieses Affekts kann so groß sein, daß es die übrigen Handlungen des
 5 Körpers übertrifft (nach Lehrsatz 6 dieses Teils) und hartnäckig an ihm haftet,
 6 und folglich den Körper an der Fähigkeit hindert, auf sehr viele andere Weisen
 7 affiziert zu werden, und kann also (nach Lehrsatz 38 dieses Teils) schlecht
 8 sein. Der Schmerz sodann, der dagegen Unlust ist, kann für sich betrachtet nicht
 9 gut sein (nach Lehrsatz 41 dieses Teils); da aber seine Macht und sein Wachstum
10 durch die Kraft einer äußeren Ursache verglichen mit der unsrigen definiert wird
11 (nach Lehrsatz 5 dieses Teils), so können wir uns also unendliche Stufen und
12 Daseinsweisen der Macht dieses Affekts denken (nach Lehrsatz 3 dieses Teils),
13 und ihn uns also als einen solchen denken, der die Wollust hindern kann, ein
14 Übermaß zu haben, und (nach dem ersten Teil dieses Lehrsatzes) insofern
15 bewirken, daß der Körper unfähiger wird; daher wird er insofern gut sein.
16 W.z.b.w.
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