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1 Wieviel dies dem Geiste schaden oder nützen kann, wird im fünften Teile 2 entwickelt werden. Hier ist aber zu bemerken, daß ich unter dem Sterben des 3 Körpers die Zeit verstehe, wenn seine Teile so disponiert sind, daß sie ein 4 anderes Verhältnis der Bewegung und Ruhe gegeneinander erhalten. Denn ich wage 5 nicht zu leugnen, daß der menschliche Körper, obgleich er den Kreislauf des 6 Blutes und mehreres andere behält, wegen dessen man glaubt, daß der Körper lebe, 7 dennoch in eine andere von der seinigen gänzlich verschiedene Natur verwandelt 8 werden kann. Denn es nötigt mich kein Grund, anzunehmen, der menschliche Körper 9 sterbe nur dann, wenn er in einen Leichnam verwandelt wird. Ja, die Erfahrung 10 selbst, scheint es uns anders zu lehren. Denn es geschieht bisweilen, daß ein 11 Mensch solche Veränderungen erleidet, daß man ihn kaum für denselben halten 12 kann, wie ich von einem spanischen Dichter erzählen hörte, der krank gewesen 13 war, und obgleich genesen, dennoch sein vergangenes Leben dermaßen vergessen 14 hatte, daß er die von ihm verfertigten Gedichte und Tragödien nicht für die 15 seinigen hielt, und man ihn gewiß für ein großes Kind hätte halten können, wenn 16 er auch seine Muttersprache vergessen hätte. Wenn dies unglaublich scheint, was 17 sollen wir dann von den Kindern sagen, deren Natur ein Mann von vorgerücktem 18 Alter von der seinigen für so verschieden hält, daß er sich nicht würde 19 überreden können, er sei jemals ein Kind gewesen, wenn er nicht von anderen auf 20 sich schließen müßte? Um aber abergläubischen Leuten keinen Stoff zu geben, neue 21 Fragen aufzuwerfen, will ich hier lieber abbrechen. 22 23