4p39d.md (1251B)
1 Der menschliche Körper bedarf zu seiner Erhaltung sehr vieler anderer Körper 2 (nach Post. 4, T. 2); aber das, was die Gestalt des menschlichen Körpers 3 ausmacht, besteht darin, daß seine Teile ihre Bewegungen auf irgendeine 4 bestimmte Weise einander mitteilen (nach der Def. vor Lehnsatz 4 hinter Lehrsatz 5 13, T. 2). Was also bewirkt, daß das Verhältnis der Bewegung und Ruhe, welches 6 die Teile des menschlichen Körpers gegeneinander haben, erhalten wird, eben das 7 erhält die Gestalt des menschlichen Körpers und bewirkt folglich (nach Post. 3 8 und 6, T. 2), daß der menschliche Körper auf viele Weisen affiziert werden, und 9 daß er die äußeren Körper auf viele Weisen affizieren kann; es ist also (nach 10 dem vorigen Lehrsatz) gut. Was ferner bewirkt, daß die Teile des menschlichen 11 Körpers ein anderes Verhältnis der Bewegung und Ruhe erhalten, das bewirkt (nach 12 derselben Def., T. 2), daß der menschliche Körper eine andere Gestalt annimmt, 13 d.h. (wie an sich klar ist und wir am Schlusse der Vorrede zu diesem Teile 14 erinnert haben), daß der menschliche Körper zerstört wird, und daß er folglich 15 durchaus unfähig gemacht wird, auf mehrere Weisen affiziert zu werden, und ist 16 deshalb (nach dem vorigen Lehrsatz) schlecht. W.z.b.w. 17 18