4p37d.md (1230B)
1 Die Menschen, sofern sie nach der Leitung der Vernunft leben, sind dem Menschen 2 am nützlichsten (nach Folgesatz 1 zu Lehrsatz 35 dieses Teils); wir werden also 3 (nach Lehrsatz 19 dieses Teils) nach der Leitung der Vernunft notwendig zu 4 bewirken streben, daß die Menschen nach der Leitung der Vernunft leben. Aber das 5 Gut, das jeder, der nach dem Gebote der Vernunft lebt, d.h. (nach Lehrsatz 24 6 dieses Teils), welcher der Tugend nachwandelt, für sich begehrt, ist das 7 Erkennen (nach Lehrsatz 26 dieses Teils). Also wird jeder, der der Tugend 8 nachwandelt, das Gut, welches er für sich begehrt, auch den übrigen Menschen 9 wünschen. Ferner ist die Begierde, sofern sie sich auf den Geist bezieht, eben 10 das Wesen des Geistes (nach Def. 1 der Affekte). Das Wesen des Geistes besteht 11 aber in der Erkenntnis (nach Lehrsatz 11, T. 2), welche die Erkenntnis Gottes in 12 sich schließt (nach Lehrsatz 47, T. 2) und ohne welche (nach Lehrsatz 15, T. 1) 13 er weder sein, noch begriffen werden kann; folglich je größere Erkenntnis Gottes 14 das Wesen des Geistes in sich faßt, um so größer wird auch die Begierde sein, 15 mit welcher der, welcher der Tugend nachwandelt, das für sich begehrte Gut einem 16 anderen mitzuteilen wünscht. W.z.b.w. 17 18